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#gutzuwissen Nr. 10 – Beryllium, die Stärke der Legierung

Beryllium eignet sich hervorragend, um Legierungen mit Aluminium einzugehen. Eine Legierung aus ungefähr 60% Beryllium und 40 % Aluminium, wird für die Flug- und Weltraumtechnik verwendet. Man spricht bei Flugzeugteilen sehr oft von Aluminium, die Rolle von Beryllium fällt oftmals unter den Tisch. Vielleicht weil es nicht so bekannt ist oder weil man es im Alltag kaum verwendet wird? Wie auch immer, das versuchen wir heute zu ändern. Ein Tag im Zeichen des Berylliums.

Beryllium: Entdeck von Louis Vauquelin

Kurz nach der französischen Revolution wurde es 1798 von dem französischen Apotheker und Chemiker Louis Vauquelin entdeckt (geschichtlich wurde das Mineral bereits ein paar Mal erwähnt, aber von Niemandem so genau bestimmt). Aber nicht das Metall in seiner elementaren Form, sondern natürlich gebunden in dem Mineral Beryll, ein Bestandteil der Erdkruste. Und genau von diesem Mineral erhält Beryllium auch seinen Namen. Lustigerweise hat Beryll einen süßlichen Geschmack. Ein Stein, der süßlich schmeckt? Verrückt.

Es hat, nach der Entdeckung des Berylls, ungefähr 30 Jahre gedauert, bis man elementares Beryll herstellen konnte. Friedrich Wöhler (der Name sollte euch mittlerweile bekannt sein), hat es 1828 geschafft, Beryllium herzustellen. Damit wurde ein Metall entdeckt, das sehr hart, spröde und elastisch ist. Damit muss man doch etwas anfangen können? In der Tat! Als Beimischung in Legierungen, denn dann bekommt die Legierung, je nach Anteil des Berylliums, die großartigen Eigenschaften der Härte und Elastizität. Nun stellt sich jedoch die Frage, warum Beryllium so unbekannt ist und relativ selten verwendet wird? Der Preis spielt hier eine große Rolle. Die Herstellung von Beryllium ist sehr aufwendig und so kommt das Metall auf einen stolzen Marktpreis von ungefähr 718€ pro Kilogramm. Wow! Für einen Kilo Metall mehr als 700 € hinlegen? Das ist natürlich ein Wort. Der zweite Grund ist die äußerst giftige Eigenschaft des Berylliums. 0,05 Gramm reichen aus, um eine Ratte zu töten. Also ein teures und extrem giftiges Metall. Das erklärt wohl so einiges. Jetzt wisst ihr warum Beryllium tolle Eigenschaften besitzt aber kaum verwendet wird.

2 Comments

  1. Lutz Fehling sagt:

    Wenn ich lese, Hunde haben Berylliumsulfid bekommen und es passierte ihnen nichts –

    und dann noch, dass Beryllium Redukton= Antioxidant=Radikalfänger ist –

    und dann noch, dass es Smaragd ist:

    Lecken an Smaragd sei giftig ?

    Das kann ich mir beim allerbesten Willen nicht vorstellen.

    (mail geht nicht)

    slick.ly/de/01630802019

    • Jaklaro sagt:

      Hi Lutz,

      danke für deinen Kommentar.
      Es freut uns immer, dass unsere Beiträge zum Nachdenken über die Materie anregen.

      Dennoch können wir leider nicht ganz verstehen, was du mit den Hunden oder dem Smaragd meinst, das haben wir ja gar nicht erwähnt?

      Bitte denke auch daran, dass keine persönlichen Links hier platziert werden dürfen.

      Vielen Dank und viele Grüße,

      das JAKLARO!-Team

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